Adicare

Fortbildung, Seminare, In-house Schulungen

Hier werden wir Ihnen in Zukunft aktuelle Fortbildungsangebote, Seminare und In-house Schulungen zum Thema Adipositas und bariatrische Pflege listen.

Zur "Schonung" der Pflegekräfte und der Angehörigen von adipösen Menschen ist eine spezifische Aus- oder Fortbildung in bariatrischer Pflege unerlässlich.  

Dazu gehören die Themen Kinästhetik, rückengerechtes Arbeiten, Mobilisation, Dekubitusprophylaxe und die Erkennung, Einstufung und korrekte Behandlung von Dekubitus, Grundlagen der Adipositas, Kommunikation, Umgang mit Angehörigen.

Ebenso geht es um die angemessene und technisch notwendige Einrichtung und Ausstattung der Umgebung des Betroffenen und die „passenden“ Hilfsmittel in Bezug auf Gewichtsbelastung, Breite und allgemeine technische Auslegung. Durch eine optimale Gestaltung des Umfelds und die menschlich angemessene und professionelle Betreuung, Pflege und Zuwendung wird der betroffene adipöse Mensch optimal versorgt und die Pflegekraft erheblich entlastet.

Das Thema „Umgang mit Adipositas“ ist in vielerlei Hinsicht bisher nicht angemessen aufgegriffen oder sogar ignoriert worden. Selbst in Fachkreisen herrscht an vielen Stellen erhebliche Unsicherheit zum Beispiel aus Unkenntnis, bzw.  mangelndem Problembewusstsein.

Durch die Veröffentlichung von Weiterbildungsangeboten und Informationen zum Thema Adipositas und bariatrische Pflege wollen wir dazu beitragen, die „Wissenslücken“ zu füllen, das Bewusstsein für das Thema zu verbessern und Werkzeuge zu liefern um praktisch adäquater handeln zu können.

An einer anderen Stelle werden wir Öffnet internen Link im aktuellen Fensterfachliche Beiträge zum Thema Adipositas und Bariatric bieten. Im Schwerpunkt geht es um die adäquate Versorgung und Pflege von betroffenen Menschen.

Ihre Mitarbeit ist gefragt. Wir veröffentlichen hier kostenlos Ihre Angebote zur Fortbildung und zu Seminaren zum Thema Adipositas und bariatrische Pflege.

Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

 


Der adipöse Notfallpatient: Adipositassymposium

Mittwoch, 21. März 2012, 15:00–19:30 Uhr
Asklepios Klinik Barmbek

Einladung und Grußwort von Dr. Wolfgang Tigges:

Übergewicht und Adipositas haben in den letzten Jahrzehnten
auch europaweit deutlich zugenommen.

Sie werden vor allem wegen Begleit- und Folgeerkrankungen
wie Bluthochdruck, Diabetes, Gelenkerkrankungen
sowie psychischer Störungen zum gesundheitspolitischen
Problem und stellen für viele medizinische Fächer
sowie für Psychotherapeuten und die Kostenträger eine
große Herausforderung dar.

Zugleich ergeben sich in zunehmendem Maß auch
Komplikationen ganz praktischer Art im Umgang mit
adipösen Patienten beispielsweise in der Intensiv- und
Notfallmedizin und in der Pflege.

Wir wollen uns bei unserem interdisziplinären Symposium
daher auf den adipösen Notfallpatienten konzentrieren
und u. a. spezielle Aspekte der Intensivmedizin, des
Rettungswesens und der Anästhesiologie diskutieren.

Eingerahmt wird die Vorstellung dieser Aspekte durch
Vorträge zur Pathogenese von Folgeerkrankungen und
zu Möglichkeiten der operativen Therapie.

In der Pause werden wir die Gelegenheit haben, ein neues
Feuerwehr-Transportfahrzeug für adipöse Patienten
in Augenschein zu nehmen.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und auf einen regen
kollegialen Austausch.

Leitet Herunterladen der Datei ein Offizieller Prospekt zum Herunterladen

Mittwoch, 21. März 2012, 15:00–19:30 Uhr
Programm

15:00 Begrüßung und Einführung
Dr. W. Tigges

15:05 Pathogenese der adipösen Folgekrankheiten
Prof. Dr. D. Müller-Wieland

15:35 Die respiratorische Insuffizienz getriggert
durch die Adipositas per magna
Dr. M. Wolf

16:00 Gibt es einen psychiatrischen Notfall durch
Adipositas p.m.?
Dr. H. Fehrs

16:20 Besondere Anforderungen an das
Rettungswesen
U. Körner

16:45 Pause
Vorstellung eines neuen Feuerwehr-Transportfahrzeuges
für adipöse Patienten.

17:15 Voraussetzungen zur Behandlung:
XXL-Equipement
Dr. P. Pick

17:30 Anforderungen an die Pflege bei
extrem adipösen Patienten
B. Buttig

17:55 Der XXL-Patient: Ein anästhesiologischer/
intensivmedizinischer Notfall
Dr. S. Wirtz/Dr. T. Maywald

18:20 Allgemeine Begutachtungsanleitung beim
adipösen Patienten – Fallbeispiele des
MDK beim Notfallpatienten
Dr. N.-O. Wendler

18:40 Kooperation durch Netzwerke zur
Vermeidung des adipösen Notfalls –
Operative Möglichkeiten –
Wann mit welchem Erfolg?
Dr. W. Tigges

19:00 Diskussion

Anschließend gemeinsamer Imbiss

Referentinnen und Referenten

Brigitte Buttig
Gesundheits- und Krankenpflegerin, Intensivpflege,
Asklepios Westklinikum Hamburg
Dr. Helge Fehrs
Oberarzt, Abteilung Psychosomatik
Asklepios Westklinikum Hamburg
Dipl.-Ing. Ulrich Körner
Oberbrandrat, Abteilung Technik und Logistik
Feuerwehr Hamburg
Dr. Thorsten Maywald
Anästhesist
Asklepios Westklinikum Hamburg
Prof. Dr. Dirk Müller-Wieland
Chefarzt Allgemeine Innere Medizin
Diabetes, Gastroenterologie,
Endokrinologie, Stoffwechselerkrankungen
Asklepios Klinik St. Georg
Dr. Peter Pick
Oberarzt, Chirurgische Klinik
Asklepios Westklinikum Hamburg
Dr. Wolfgang Tigges
Chefarzt Chirurgische Klinik
Asklepios Westklinikum Hamburg
Dr. Nils-Ole Wendler
Leiter Fachbereich plastisch-bariatrische Operationen
MDK Nord
Dr. Sebastian Wirtz
Chefarzt Anästhesie und operative Intensivmedizin
Asklepios Klinik Barmbek
Dr. Markus Wolf
Abteilung Pneumologie, Internistische Intensivmedizin
und Weaningzentrum
Asklepios Klinik Barmbek

 


1. Erlanger Adipositas Pflegefachtagung

Termin:  15. Februar 2012

Von: PD Dr. T. Horbach Chefarzt Abt. Chirurgie

Stadtkrankenhaus Schwabach

Adipositaszentrum / Erlangen-Schwabach und:

E. Schmidt, Leitung Akademie

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die rasante Zunahme des Übergewichts in der Bevölkerung hat ein zunehmendes Interesse an effektiven Behandlungsansätzen entstehen lassen.Eine aktuelle Statistik der OECD zeigte einen Anteil von 16% Erwachsenen mit einem BMI > 30kg/m² in Deutschland. Übergewichtige Patienten werden in allen Bereichen der Medizin in Zukunft eine besondere Herausforderung für uns darstellen. Der direkte Zusammenhang von Übergewicht mit einer Vielzahl unterschiedlicher Erkrankungen zeigt, wie wichtig eine dauerhaft effektive Behandlungs-strategie ist. Der erste Schritt bei der Behandlung von Übergewicht sind immer konsequente Ernährungsumstellung und Erhöhung der körperlichen Aktivität. In Fällen in denen diese Strategien versagen wird man unter bestimmten Umständen invasivere Behandlungsmöglichkeiten in Erwägung ziehen müssen.

Wir müssen uns auf die speziellen Anforderungen dieser Patienten einstellen.

Aus dieser Situation heraus haben wir uns intensiv mit Strukturen, wie sie zur qualifizierten Behandlung Adipöser erforderlich sind, auseinandergesetzt.Dieses Wissen möchten wir mit Ihnen teilen.

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Fachtagung in Erlangen zu den Herausforderungen durch massiv übergewichtige Patienten

ERLANGEN  – Die Deutschen werden immer dicker. Manche sogar extrem dick. Die Diagnose Adipositas hat da nicht nur auf die eigene Gesundheit große Auswirkungen, sondern auch auf das Gesundheitswesen. Welche genau, damit beschäftigte sich die erste Erlanger Adipositas-Pflegefachtagung.

„Ein Patient, der 160 Kilogramm hat, ist schon fast die Norm auf der Intensivstation“, sagt Mariette Kesch. Dass ein Patient weit mehr als „a weng a Bäuchla“ mit sich herumträgt, bedeutet für Operateure und vor allem für Pflegekräfte Schwerarbeit, so die Stationsleiterin im Pflegedienst des Erlanger Uniklinikums. „Weil sie so schwer sind, bewegen sie sich kaum.“ Also müssen die Pflegekräfte ran.

Auch Anästhesisten stehen vor einer Herausforderung, wenn XXL-Patienten operiert werden müssen. Üblicherweise tasten sich die Fachärzte über „anatomische Landmarken“ wie etwa Muskeln vor, wenn sie punktieren möchten. Bei übergewichtigen Patienten sei das schwierig, weil Fettschichten den Weg versperren: „Man hat extreme Probleme, Gefäßzugänge zu finden“, sagt der Anästhesist Joachim Schmidt.

„Adipositas ist ein Problem, das jeden betrifft“, meint Thomas Horbach vom Adipositaszentrum Erlangen-Schwabach. Schon jetzt haben zwei Drittel der Deutschen Übergewicht, 16 Prozent der Erwachsenen haben einen Body-Mass-Index von mehr als 30. Sie gelten damit als stark übergewichtig, also adipös. Horbach prognostiziert: „Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Übergewichtiger in die Notaufnahme kommt, steigt zunehmend.“ Immer mehr Menschen würden diese Gewichtsklasse erreichen.

Die Medizin müsse sich also auf die speziellen Anforderungen von adipösen Patienten einstellen. Das reicht von der besonderen Blutdruckmanschette und extrabreiten Stühlen bis zu speziell befestigten Toilettensitzen, die auch extreme Schwergewichte aushalten. Nötig sind auch Schwerlast-Operationstische oder spezielle Instrumente. Längst sind Spezialbetten entwickelt, die bis zu 380 Kilogramm tragen können. Und die in der Lage sind, etwa die Durchblutung von immobilen Adipositas-Patienten anzuregen.

Amerika als Vorbild

Doch nicht nur „schweres Gerät“ ist bei schweren Patienten gefragt. „Wir wollen das Thema breit in die Pflegeberufe bringen“, sagt Thomas Horbach. Gemeinsam mit Elke Schmidt, der Leiterin der Pflegeakademie des Uniklinikums, fordert er eine „Schwerpunktqualifikation“ nach dem US-Vorbild der „Bariatric Nurse“. In der Pflegeakademie wird bereits überlegt, eine Fachweiterbildung anzubieten, mit der sich gelernte Krankenpfleger auf die Pflege von Adipositas-Patienten spezialisieren können. „In jeder Klinik, und wenn sie noch so klein ist, sollte es einen Experten geben, der sich damit auseinandergesetzt hat“, so Horbach.

Viele Begleiterkrankungen von Adipositas wie Diabetes oder Arthrose ließen sich vermeiden, gäbe es flächendeckende Präventionsprogramme, meint Horbach. Oder wenn in der Kantine die Wahl nicht auf Cordon Bleu, sondern auf die Salatbar fiele.

Quelle:  Nürnberger nachrichten von VON ILONA HÖRATH 16.02. 11:27 Uhr

 

 


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