
Hier werden wir Ihnen in Zukunft fachliche Beiträge zum Thema Adipositas und Bariatric bieten. Im Schwerpunkt geht es um die adäquate Versorgung und Pflege von betroffenen Menschen.
Dazu gehören die angemessene und technisch notwendige Einrichtung und Ausstattung der Umgebung des Betroffenen und die „passenden“ Hilfsmittel in Bezug auf Gewichtsbelastung, Breite und allgemeine technische Auslegung. Durch eine optimale Gestaltung des Umfeldes und die menschlich angemessene und professionelle Betreuung, Pflege und Zuwendung wird der betroffene adipöse Mensch optimal versorgt und die Pflegekraft erheblich entlastet.
Zur optimalen Versorgung und zur "Schonung" der Pflegekräfte und der Angehörigen von adipösen Menschen ist eine spezifische Aus- oder Fortbildung in bariatrischer Pflege unerlässlich. Themen wir rückengerechtes Arbeiten, kinästhetische Arbeitsmethoden und Vorsorge gegen Druckgeschwüre, bzw. die Erkennung, Einstufung und korrekte Behandlung von Dekubitus sind hier wichtige Komponenten.
Das Thema „Umgang mit Adipositas“ ist in vielerlei Hinsicht bisher nicht angemessen aufgegriffen oder sogar ignoriert worden. Selbst in Fachkreisen herrscht an vielen Stellen erhebliche Unsicherheit zum Beispiel aus Unkenntnis, bzw. mangelndem Problembewusstsein.
Durch Fachbeiträge und Informationen zum Thema Adipositas und bariatrische Pflege wollen wir dazu beitragen, die „Wissenslücken“ zu füllen, das Bewusstsein für das Thema zu verbessern und Werkzeuge zu liefern um praktisch adäquater handeln zu können.
An einer anderen Stelle werden wir
aktuelle Fortbildungsangebote, Seminare und In-house Schulungen zum Thema Adipositas und bariatrische Pflege listen, so zum Beispiel Kinästhetik, rückengerechtes Arbeiten, Mobilisation, Dekubitusprophylaxe, Grundlagen der Adipositas, Kommunikation, Umgang mit Angehörigen.
Ihre Mitarbeit ist gefragt. Wir veröffentlichen hier Ihre Beiträge zum Thema Adipositas und bariatrische Pflege.
Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf.
Im Online-Magazin für die Altenpflege unter www.PQSG.de wird sehr detailliert und kompetent über die Pflege von adipösen Senioren berichtet.
Die Adipositas, also das krankhafte Übergewicht, wird in seiner Bedeutung und Ausprägung beschrieben und die Definitionen und typischen Konsequenten dieser Erkrankung werden eindringlich beschrieben.
So wird darauf hingewiesen, dass die langfristigen Erfolgsaussichten für die Behandlung von Adipositas bisher gering seinen und dass Adipositas wesentlich mehr als ein ästhetisches Problem sei, denn es handele sich um eine behandlungsbedürftige Erkrankung.
Es werden vom Online-Magazin für die Altenpflege auch ungewöhnliche, bzw. selten so klar geäußerte Positionen vertreten. So zum Beispiel, dass jeder Bewohner einer Einrichtung das Recht habe, sein Essverhalten eigenverantwortlich zu gestalten und dass bei der Beratung des Senioren nicht das Schlankheitsideal der Pflegekraft Maß der Dinge sein, sondern das individuelle Wohlfühlgewicht des Bewohners.
Das Online-Magazin berichtet, dass häufig schwerwiegende psychische Gründe die Ursache für Übergewicht seien. Eine deutliche Gewichtsreduktion bedeute immer auch enorme Belastungen für den Körper und viele Senioren brächten zudem nicht mehr die notwendige Motivation auf, um massiv Körpermasse abzubauen.
Als Ziele definiert das Online-Magazin für die Altenpflege unter anderem: Das Gewicht dauerhaft senken, Komplikationen vermeiden, Risiko und Gesundheitsaufklärung für den Bewohner und die Entwicklung von Kontrollstrategien durch den Betroffenen, um ihr Essverhalten zu korrigieren.
Es wird auf die notwendige Ursachenforschung verwiesen, so die Ernährungsgewohnheiten des übergewichtigen Bewohners zu analysieren und das Bewegungsprofil aufzunehmen, aber auch nach dem ehemaligen Beruf zu fragen und vieles mehr.
Während der sich dann ergebenden Maßnahmen spiele die Beratung und Aufklärung des Adipösen eine entscheidende Rolle: Unter müsse er über sein Krankheitsbild informiert werden und ein Ernährungsprotokoll müsse transparent geführt werden.
Als begleitende Maßnahmen zur Adipositas Therapie wird angeraten, dass sich der adipöse Senior im Rahmen seiner Möglichkeiten körperlich stärker bewegt. So sollten Rad fahren, z.B. auf einem Hometrainer, schwimmen, zügiges gehen auch im Alter möglich sein. Ebenso fiele es Senioren leichter, sich in einer Gruppe körperlich zu betätigen.
Nachbereitung: Nicht zuletzt sollten laut des Online-Magazins alle relevanten Ergebnisse sorgfältig dokumentiert werden und die Verantwortlichkeiten sollten klar definiert sein.
Lesen Sie die ganzen Empfehlungen
HIER, bzw. unter:
http://www.pqsg.de/seiten/openpqsg/hintergrund-standard-adipositas.htm

Kurzüberblick:
Kinästhetik ist eine Methode, die Bewegung und Bewegungswahrnehmung unterstützt.
Sie bietet uns 6 Konzepte als Grundlage. Diese können variabel zur Lösung von Bewegungs- und Anstrengungsproblemen eingesetzt werden. Sie beschäftigt sich mit natürlicher, ursprünglicher Bewegung im Pflegerischen Handlungskonzept.
Grundsätzlich kann Kinästhetik mit den 6 Konzepten sehr vielfältig eingesetzt werden: in der Ergo- und Physiotherapie, zur Geburtsvorbereitung, zum Lernen an Schulen, im Manegement ect.
Ihre Elfriede Götz-Ahmed
Weitere Info erhalten Sie von der
Organisation des europäischen Kinaesthetics-Netzwerkes
So auch das pdf-Dokument:
Was ist Kinaesthetics? von der Organisation des europäischen Kinaesthetics-Netzwerkes
Die DGAV (Chirurgische Arbeitsgemeinschaft Adipositas Therapie) hat aufgrund von international festgelegten Kriterien Vorschläge vorgelegt, die Mindestanforderungen definieren, um in Deutschland eine chirurgische Adipositas Einrichtung zertifizieren zu lassen. Das bedeutet auch die mögliche Profilierung einer Klinik als zertifiziertes Zentrum um Wettbewerbsvorteile zu erhalten. Die Mindestanforderungen umfassen personelle Voraussetzungen, allgemeine Qualitätsmanagement-Vorrausetzungen, die Zusammenarbeit mit internen und externen Stellen, die regelmäßige Fortbildung, weitergehende Angebote für Patienten, und eine spezifische, materielle Ausstattung der Einrichtung. Die Firma ASCURO AG bietet als erster europäischer Adipositas-Ausstattungskomplettanbieter die entsprechenden Ausstattungskomponenten an.
Die DGAV unterscheidet dabei die Zertifizierung eines sogenannten Exzellenz-Zentrums (höchste Stufe), eines Kompetenz-Zentrums, und die Startphase für Adipositas- und metabolische Chirurgie. Je nach Betätigungsstufe der Einrichtung sind unterschiedlich viele, und unterschiedlich ausgebildete Adipositas- bzw. Viszeral-Chirurgen, gegebenenfalls 24 Stunden am Tag, notwendig. Diese müssen eine Mindestanzahl von spezifischen Operationen durchgeführt haben, es muss eine bestimmte Palette von Operationsverfahren angeboten werden, und es müssen unterschiedliche Vorraussetzungen wie ein Patienten-Koordinator, eine Adipositas-Sprechstunde, strukturierte Nachversorgung, und spezifische Kooperationen mit Fachabteilungen der eigenen Klinik und mit externen Stellen unterschiedlicher Disziplinen angeboten werden.
So sind in den Vorschlägen der DGAV (2008/09) beispielsweise unter anderem die folgenden Vorrausetzungen für die unterschiedlichen drei Stufen der Einrichtung eines Adipositas-Zentrums festgelegt:
Start eines Adipositas-Chirurgischen Programms (nur in Auszügen):
A. Personelle Vorraussetzungen
· Chirurg mit Kenntnissen und Fähigkeiten in fortgeschrittener laparoskopischer Chirurgie
· Teilnahme an Trainingseinheiten/ Hospitationen für Adipositas-Chirurgen
· Regelmäßige Fortbildungen
· Teilnahme an Qualitätssicherung
· Prozess-Qualität
B. Durchgeführte Arten von Operationen
· Einfachere Eingriffe (z.b. Gastric Banding)
· Bypass-Chirurgie, erst nach mehr als 50 eigenen Eingriffen, oder unter Leitung eines erfahrenen Adipositas-Chirurgen
C. Materielle Ausstattung
· OP-Tisch bis 200kg
· Vollständige laparoskopische Einheit
· Instrumente für offene Operationen (Retraktoren etc.)
· Spezialbetten
· Spezialstühle
· Untersuchungsliege (bis 200 kg)
· Spezialwaage
· Nachthemden, Unterwäsche in Spezialgröße
D. Zusammenarbeit
· Interne und Externe Zusammenarbeit mit Ernährungsberatung, Psychologie, Psychosomatik, Internist
· Kooperation mit den Fachabteilungen in der Klinik
· Im Fall externer Kooperation muss ein schriftlicher Kooperationsvertrag vorliegen.
Kompetenz-Zentrums für Adipositas-Chirurgie und Metabolische Chirurgie (nur in Auszügen):
A. Personelle Vorraussetzungen
· Mindestens ein laparoskopisch erfahrener Adipositas-Chirurgie, der mehr als 5 Jahre Erfahrung besitzt, persönlich verschiedene OP-Verfahren beherrscht, und mindestens 100 Adipositas-Operationen durchgeführt hat
· Der verantwortliche Chirurg sollte Viszeralchirurg sein
· Ständige Verfügbarkeit eines viszeralchirurgisch erfahrenen Chirurgen (Notfall-Versorgung 365 Tage/ 24 Stunden)
· Spezial-Sprechstunde
· Teilnahme an Qualitätssicherung
· Regelmäßige Fortbildung
B. Mindestmenge und Art der Operationen
· Mindestens 50 Operationen im Jahr, dazu zählen
· Gastric Banding
· Magen-Bypass
· Sleeve Gastroektomie
· BPD
· BPD-DS
· Revisionsoperationen
· Redo-Eingriffe
· Dazu zählt NICHT: Implantation eines Magenballons
· OP-Tisch bis 200kg
· Vollständige laparoskopische Einheit
· Instrumente für offene Operationen (Retraktoren etc.) für > 150kg
· Spezialbetten
· Spezialstühle
· Untersuchungsliege (bis 200 kg)
· Spezialwaage (bis 250kg)
· Rollstuhl (bis 200kg)
· Nachthemden, Unterwäsche in Spezialgröße
D. Zusammenarbeit
· Interne und Externe Zusammenarbeit mit Ernährungsberatung,
· Psychologie, Psychosomatik, Internist
· Kooperation mit den Fachabteilungen in der Klinik
· Zugang zu konservativen Behandlungsprogrammen (Optifast / MOBILIS etc.)
· Im Fall externer Kooperation muss ein schriftlicher Kooperationsvertrag vorliegen.
Exzellenz-Zentrums für Adipositas-Chirurgie und Metabolische Chirurgie (nur in Auszügen):
A. Personelle Vorraussetzungen
· Mindestens zwei erfahrene Adipositas-Chirurgen, die seit mehreren Jahren überwiegend Adipositas-Operationen durchführen
· Mindestens ein Chirurg ist Viszeralchirurg
· Ständige Verfügbarkeit eines viszeralchirurgisch erfahrenen Chirurgen (Notfall-Versorgung 365 Tage/ 24 Stunden)
· Spezial-Sprechstunde
· Die regelmäßige Nachsorge von mindestens 75% aller behandelten Patienten über mindestens 5 Jahre muss nachgewiesen sein
· Teilnahme an Qualitätssicherung
· Unabdingbar: lückenlose Dokumentationen aller Adipositas-Operationen und Re-Eingriffe
· Regelmäßige Fortbildung
· Aktuelle Literatur
· Mitgliedschaft in CA-ADIP der DGAV, IFSO
· Beteiligung und Ausrichtung Adipositas-chirurgischer Tagungen, Kongresse
· Durchführung und Publikation wissenschaftlicher Studien mit Ergebnissen national/international
· Angebot und Leitung von Patientenseminaren
B. Mindestmenge und Art der Operationen
· Mindestens 100 Operationen im Jahr, dazu zählen
· Gastric Banding
· Magen-Bypass
· Sleeve Gastrektomie
· BPD
· BPD-DS
· Revisionsoperationen (ohne Eingriff zur Port-Korrektur)
· Redo-Eingriffe
· Dazu zählt NICHT: Implantation eines Magenballons
· Angebot aller anerkannten operativen Verfahren
· Operative Erfahrungen zum Ausführen von Revisions- und Redoeingriffen
C. Materielle Ausstattung
· OP-Tisch bis 250kg
· Vollständige laparoskopische Einheit
· Instrumente für offene Operationen (Retraktoren etc.) für > 180kg
· Spezialbetten (bis 250kg)
· Spezialstühle (bis 250kg)
· Untersuchungsliege (bis 250kg)
· Spezialwaage
· Extra-Breiter Rollstuhl (bis 250kg)
· Patientenlifter
· Nachthemden, Unterwäsche in Spezialgröße
D. Zusammenarbeit
· Interne und Externe Zusammenarbeit mit Ernährungsberatung, Psychologie, Psychosomatik, Internist, Ökotrophologe,
· Kooperation mit den Fachabteilungen in der Klinik:
· Innere Medizin
· Labor (24h)
· Radiologie (24h)
· Interventionelle Endoskopie
· Intensivmedizin
· Physiotherapie, spezialisiert auf adipöse Menschen
· Zugang zu konservativen Behandlungsprogrammen (Optifast / MOBILIS etc.)
· Im Fall externer Kooperation muss ein schriftlicher Kooperationsvertrag vorliegen.
Um die entsprechende materielle Mindestausstattung oder auch weitergehende Ausstattung problemlos durchführen zu können, bietet die Firma ASCURO AG als erster europäischer Adipositas-Ausstattungskomplettanbieter entsprechende Ausstattungskomponenten, bzw. Ausstattungspakete an (www.adicare.eu).
Nähere und detailliertere Informationen zu diesem Thema finden Sie zum Beispiel hier.
Bezugsquelle für Austattungsgegenstände Adipositas:
ASCURO AG
Konstanzerstr. 20
CH-8280 Kreuzlingen
Ph: 0041 (0) 71 670 16 37
Fax: 0041 (0) 71 670 16 38
Service Kontakt in Deutschland:
Ph. 0049 - (0) 1801 - 020 6603 660
Ph. Konstanz: 0049 - (0) 75315844241
Fax: 0049 - (0) 32 22 - 1635 183